Aktualisiert am 9. Februar 2024·in Unbezahlbares Wissen·8 Minuten Lesezeit

7 Merkmale, wie du Phishing-Versuche erkennst

Egal, ob es um SupermarkteinkĂ€ufe, Shopping, Konzerte, Reisen oder Banking geht, heute wird vieles online bzw. auf dem Smartphone abgewickelt. Das ist natĂŒrlich auch in Bezug auf deine Finanzen so: Transaktionen, Überweisungen, Depot-Eröffnungen und Anlagen – alles geht online, egal wo du bist. Grund genug dafĂŒr, dass Phishing-Versuche ĂŒber alle möglichen KanĂ€le erfolgen. Wir schauen uns diese FĂ€lle an und erklĂ€ren dir, worauf du achten musst, woran du sie erkennst und wie du dich dagegen schĂŒtzen kannst.

Mann schaut kritisch auf Smartphone mit Empfang möglicher Phishing Email.

Bestimmt bist du in deinem Alltag schon einmal ĂŒber den Begriff Phishing gestolpert. Und weißt wahrscheinlich auch, dass das irgendwas mit InternetbetrĂŒgereien und sensiblen Daten zu tun hat. In diesem Beitrag erfĂ€hrst du mehr dazu - und am wichtigsten: wir zeigen dir, wie du Betrugsversuche erkennst und abwehrst. 🧐

Phishing - illegales Fischen nach Benutzerdaten

Was ist Phishing und hat das etwas mit einem Angelausflug an den See zu tun? 🎣 Nein, natĂŒrlich nicht! Denn beim Phishing angeln BetrĂŒger nicht nach Fischen, sondern nach deinen vertraulichen Daten.

„Phishing“ ist eine Betrugsmasche, mit der BetrĂŒger*innen deine Zugangsdaten und Passwörter stehlen. Der Begriff leitet sich von den englischen Wörtern „password“ und „fishing“ ab. Gefragt sind vor allem Login-Daten zu Bankkonten, Online-Diensten wie Netflix, Disney+ oder Amazon sowie Kreditkartendaten.

Phishing-Fallen sind meist als E-Mails oder SMS bekannter Unternehmen getarnt. BetrĂŒger*innen geben sich darin beispielsweise als Bank aus und erfinden eine „wichtige Information“. Durch das Ă€hnliche Design, gestohlene Logos und manipulierte Absender*innenangaben wirken die betrĂŒgerischen Nachrichten vertrauenswĂŒrdig. Mit einer dringenden Botschaft werden Leser*innen verleitet, auf einen Link zu klicken. Dieser fĂŒhrt sie auf eine gefĂ€lschte Login-Seite, die genauso aussieht wie die echte. Diese Fake-Seite wurde aber so programmiert, dass BetrĂŒger*innen damit Zugangsdaten abgreifen können.

Oft beinhalten Phishing-Nachrichten auch gefĂ€hrliche E-Mail-AnhĂ€nge. Nach dem Öffnen installiert sich Schadsoftware auf dem Computer, Tablet oder Smartphone, die unbemerkt Passwörter und andere vertrauliche Daten ausspioniert.

Abgesehen davon kommen auch Anrufe via Telefon hĂ€ufiger vor. DafĂŒr werden Telefonnummern per Zufall generiert und angerufen. Es gibt auch FĂ€lle, da landet man nach einer Suche im Internet auf einer gefĂ€lschten Internet-Seite, die genauso aussieht wie die tatsĂ€chliche Seite. Hier wird dann darum gebeten, die eigenen Daten einzugeben. Solche Phishing-Versuche werden immer professioneller - die Webseiten und Nachrichten sehen tĂ€uschend echt aus. Sogar das Unternehmenslogo und die passende Schriftart werden verwendet, auf den ersten Blick scheint also alles zu passen. Es kann sogar vorkommen, dass man in Telefonaten gebeten wird, einen Zugriff ĂŒber Team Viewer oder Anydesk zu gewĂ€hren, um vermeintlich Hilfe zu bekommen. Das entspricht leider nicht immer der Wahrheit, deswegen ist auch hier Ă€ußerste Vorsicht geboten.

Wie du Phishing enttarnst, erfÀhrst du etwas weiter unten.

BetrĂŒgerische Links: auf keinen Fall anklicken!

In den meisten dieser Nachrichten und E-Mails finden sich Links, die nicht zur echten Unternehmenswebseite fĂŒhren, sondern zu einer gefĂ€lschten Version. đŸ˜Č

Warum BetrĂŒger diesen Aufwand betreiben? Ganz einfach: sie hoffen darauf, dass du der gefĂ€lschten Seite vertraust und z. B. deine Zugangsdaten, Benutzernamen und Passwort eingibst - damit hĂ€tten sie dann Zugriff auf deine persönlichen Daten und könnten mit deinen Zahlungsdaten im Internet einkaufen oder (zum Beispiel bei Banken) Geld an fremde Konten ĂŒberweisen.

VerdÀchtige AnhÀnge in E-Mails: keinesfalls öffnen!

Eine weitere Art des Phishings ist das Verschicken von E-Mails mit schĂ€dlichen AnhĂ€ngen. Wenn du als EmpfĂ€nger*in den Anhang öffnest, installiert sich automatisch eine Schadsoftware bzw. ein Virus auf deinem Computer, Tablet oder Smartphone, ohne dass du es merkst. So können BetrĂŒger mit diesen Spam E-Mails z. B. deine Passwörter und Zugangsdaten herausfinden und fĂŒr illegale Zwecke benutzen.

BetrĂŒgerische Phishing Nachrichten erkennen: 7 Merkmale

Am wichtigsten ist, dass du dich laufend ĂŒber das Thema Phishing informierst. Denn nur wenn du weißt, worauf du achten solltest, kannst du Betrugsversuche auch wirklich als solche identifizieren. 🔍 Wir haben einige Tipps fĂŒr dich gesammelt, damit du Phishing-Versuche einfach erkennen und dich schĂŒtzen kannst:

  1. Die wichtigste Regel beim Thema Phishing: Banken und Unternehmen fragen dich niemals in einem E-Mail oder einer Nachricht nach vertraulichen Daten. Dazu gehören zum Beispiel Benutzernamen, Passwörter, TAN-Nummern oder PIN-Codes. ❗

  2. Kommt dir der Betreff, der Absender oder die Telefonnummer verdĂ€chtig vor? Hat sich z. B. ein unscheinbarer Tipp-Fehler in ein Wort geschlichen, fehlt ein Wort oder kennst du die Nummer nicht? Verschiebe das Mail gleich ungeöffnet in deinen Spam-Ordner bzw. nimm den Anruf nicht an! Klicke weder auf Links noch auf eventuelle AnhĂ€nge. Weder in Mails noch in SMS. Auch nicht, um weitere Informationen ĂŒber den*die Absender*in und Inhalt herauszufinden.
    Außerdem wichtig: ÜberprĂŒfe die Absender*innenadresse eines Mails genau, oft versteckt sich dahinter eine ganz andere, offensichtlich nicht richtige E-Mail-Adresse. Vergleiche diese Adresse dann mit der E-Mail-Adresse der „echten“ Bank.

  3. Auf jeden Fall sicherer bist du im Internet mit der 2-Faktor-Authentifizierung unterwegs. Denn dafĂŒr brauchst du neben deinem Passwort auch noch eine zusĂ€tzliche BestĂ€tigungsmethode fĂŒr eine Anmeldung in deinem Benutzerkonto. Das ist auch bei der okay99 App fĂŒr das konto99 so. Wenn du eine SMS Tan erhĂ€ltst oder eine Freigabe zu einer Überweisung ĂŒber die Online Banking-App, dann ĂŒberprĂŒfe den Betrag immer genau, um hier keine unautorisierten Buchungen freizugeben. Hier erfĂ€hrst du mehr darĂŒber!

  4. Halte deine GerĂ€te aktuell: RegelmĂ€ĂŸige Sicherheits-Updates deines Computers, Tablets und Smartphones schĂŒtzen dich vor Betrugsversuchen. Denn dein GerĂ€t oder Email-Programm kann dann wahrscheinlich selbst erkennen, ob eine Nachricht verdĂ€chtig erscheint. Das gleiche gilt auch fĂŒr Firewalls und Anti-Viren-Programme. đŸ’»

  5. Achte darauf, dass du deine persönlichen Daten nur auf verschlĂŒsselten Login-Seiten eingibst. Diese erkennst du am Wort "https://" am Beginn der Internetadresse und am kleinen Schloss-Symbol, das sich links neben der Internetadresse befindet. Diese Sicherheits-Merkmale werden auch SSL/TLS-VerschlĂŒsselung genannt. Unsere bank99-Seiten beginnen natĂŒrlich immer mit "https://" und lauten entweder auf "bank99.at/xx" (zum Beispiel bank99.at/blog) oder "xx.bank99.at" (zum Beispiel meine.bank99.at beim konto99 Online Banking)🔒

  6. Untersuche den Text auf Grammatik- und Rechtschreibfehler. Weil viele Phishing Nachrichten maschinell erstellt oder ĂŒbersetzt und aus dem Ausland verschickt werden, tummeln sich darin öfters auffĂ€llige Fehler.

  7. Die Login-Seite deines Kundenkontos oder Online Bankings sieht plötzlich etwas anders aus als gewohnt? Informiere dich unter bank99.at/sicherheit-sperren oder ĂŒber eine Suchmaschine im Internet, ob das anderen Nutzer*innen auch schon aufgefallen ist. Warte mit der Eingabe deiner Daten, bis du herausfindest, warum die Seite anders aussieht.

Noch mehr Infos gesucht?

Die Watchlist Internet ist eine unabhĂ€ngige Online Plattform, die Informationen zu Betrug im Internet sammelt und verstĂ€ndlich erklĂ€rt. Hier findest du nicht nur aktuelle Betrugsversuche aus Österreich und eine Sammlung verdĂ€chtiger Absender*innen, sondern auch weitere Tipps, wie du dich am besten schĂŒtzen kannst.

  • Bist du schon einem Internetbetrug zum Opfer gefallen? Dann findest du hier konkrete Anleitungen, was du in deiner Situation machen kannst. 😟

  • Hast du ein verdĂ€chtiges Email oder eine auffĂ€llige Nachricht bemerkt? Dann melde sie am besten gleich hier - so hilfst du mit, auch andere Menschen vor den BetrĂŒgern zu schĂŒtzen. 👆

Leider machen BetrĂŒger*innen auch vor der bank99 nicht Halt: Deshalb informieren wir dich auch auf unserer Webseite ĂŒber aktuelle Betrugsversuche. Solltest du dir also bei einer Email oder einer Nachricht in den sozialen Medien unsicher sein, dann schaue erstmal dort vorbei.

Ein Email, SMS oder etwas anderes entspricht den Kriterien fĂŒr einen Phishing-Versuch und ist nicht unter bank99.at/sicherheit zu finden? Dann melde sie an stop-phishing@bank99.at. Denn: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

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Karl

Karl

Unser Autor Karl ist ein praktisch veranlagter Mensch und macht am liebsten immer alles selbst. đŸ’Ș Kein Wunder also, dass er neue Dinge einfach ausprobiert, anstatt sich zu lange mit der Theorie aufzuhalten.

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